Spruce Flats Falls

Majestätisch hebt sich die Sonne über die Smoky Mountains an diesem Sonntagmorgen. Von eben dieser Morgensonne, die durch die weiten Fenster unseres Ferienhauses scheint, werde ich sanft wachgekitzelt. Ein Gefühl von Glücklichkeit überkommt mich.  

Wenig später finde ich mich unten am Küchentisch wieder und esse ein Spiegelei mit Toast. Als ich genussvoll in meinen Toast beiße, zerläuft das Eigelb auf meinem Toast. Heather setzt an. „Heute gehen wir zu einem der Plätze, die noch ein wenig unentdeckt geblieben sind. Wir wandern zu einem Wasserfall“. Sofort bin ich dabei, obwohl ich auch keine großartig andere Chance habe. Als Waldkindergarten-Veteran bin ich für jedes Abenteuer, das Wald und Schlamm involviert, zu haben.  

Kurze Zeit später sitzen wir auch schon im Auto. Von unser steilen Auffahrt rückwärts auszuparken, ist eine Herausforderung, selbst für den erfahrenen Bergfahrer Paul, der unseren riesigen PickUp Truck nur mühsam um eine Kurve zieht. Der Name unser Straße „Bavarian Way“ kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich erinnert mich die Landschaft stark an die unzähligen Urlaube in den Alpen, die ich mit meinen Eltern verbringen durfte. Ein Blick aus dem Fenster gibt Sicht auf einen Berg, der sich genau wie unsere Straße seinen Weg durch die Berge bahnt. Noch ein wenig weiter führt uns die Straße durch die Berge, dem Fluss nach. Nach ein paar Minuten trennen sich jedoch die Wege des Flusses und der Straße. Wir folgen der Straße, den Fluss werden wir später beim Wasserfall wieder sehen.  

Unsere Straße führt uns direkt an einem Fluss entlang.

Unser schwarzer PickUp rollt auf die Auffahrt eines Besucherzentrums, am Fuß eines Berges, mitten im Wald. Das grüne Dach des Gebäudes hebt sich nicht sonderlich ab zwischen den Ästen des noch kargen Waldes. In ein paar Wochen, wenn die Bäume Blätter tragen, ist das Haus vermutlich nicht zu erkennen. Schräg hinter dem Haus beginnt ein kleiner Pfad, der schnell hinter einen Berg und steil bergauf führt. „Das ist unser Weg.“, lässt Paul verlauten. Heather schnauft. Tapfer treten wir an, und fangen an, einen Fuß vor den anderen zu setzen.  

Nicht lange dauert es, bis wir vom schmalen Pfad eine atemberaubende Aussicht auf die Flüsse, Berge und Schluchten der Smoky Mountains bekommen. Langsam macht die Steigung uns untrainierten Amerikanern ordentlich zu schaffen. Wir lassen uns Zeit, und helfen uns gegenseitig über die vielen kleinen Stolpersteine, die der Weg für uns bereit hält.  

Nicht daneben treten!

Auch über kleine Bächlein schaffen wir es, die den steilen Hang herunterfließen, in den auch der schmale Weg geschlagen ist. Zum Wasserfall ist es eine gute Meile (1,6km). Tatsächlich hatte Paul auch damit recht, dass der Weg relativ unbekannt ist. Nur ein paar Familien mit schweren Rucksäcken kommen uns entgegen. Eine Frau trägt ihr kleines Kind auf dem Rücken. Ich genieße die Ruhe, die nur von unseren Stimmen und dem Fluss ab und an unterbrochen wird. Es ist wundervoll, nach langer Zeit mal wieder etwas Zeit im Freien, in der Natur zu verbringen. Bis auf die wenigen Steine und Stämme, die als Stufen an einigen steilen Hängen dienen, ist unsere Umgebung nahezu unberührt.  

Paul bleibt auf ein mal stehen und hebt den Zeigefinger. Heather und ich schauen erst verwirrt, doch realisieren schnell, was Paul gerade verspürt hat. Ich höre ein leises Rauschen. Der Wasserfall! Wenige Minuten später biegen wir um eine letze Ecke und der majestätische Wasserfall eröffnet sich uns. „Um ehrlich zu sein, hätte ich ihn mir ein wenig größer vorgestellt.“, platzt es aus mir heraus. „Schaue nach oben“, antwortet Heather schnell. „Oh“…

Auf den ersten Blick hatte ich nur den unteren Teil des Wasserfalls erblickt, der von unten die Sicht auf den weitaus größeren Teil versperrt. Erstaunt schaue ich auf und bewundere die Wassermassen, die sich nach und nach über den Abgrund schieben und in den freien Fall begeben. Zufrieden setzen wir uns kurz, und Paul und ich erkunden die Umgebung. Leider verbirgt sich hinter dem Wasserfall keine Höhle mit einem Schatz, was unsere Freude, endlich an unserem Ziel angekommen zu sein, jedoch nicht schmälert.  

Für mehr Bilder von unserer kleinen Wanderung schaue doch bei meiner Galerie vorbei!  

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s